Im zdi-Kurs vom CAD-Modell zum fahrfähigen Sumpfboot entwickelten Jugendliche eigene ferngesteuerte Sumpfboote – von der Konstruktion in CAD über den 3D-Druck bis zum erfolgreichen Praxistest auf dem Wasser.

Projektidee
Wie wird aus einem digitalen Entwurf ein funktionierendes technisches System? Genau dieser Frage gingen die Teilnehmenden im Kurs nach. Ziel war es, ein ferngesteuertes Sumpfboot als gemeinsames Projekt zu entwickeln, Bauteile in CAD zu konstruieren, für den 3D-Druck vorzubereiten, zu fertigen und anschließend als vollständiges System zusammenzubauen und zu testen.
So wurde gearbeitet
Zu Beginn stand die digitale Entwicklung der Baugruppen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden arbeiteten mit Fusion 360 und beschäftigten sich mit Fragen der Passgenauigkeit, Funktionalität und Schnittstellen zwischen den einzelnen Bauteilen. So wurde aus ersten Entwürfen Schritt für Schritt ein gemeinsames technisches System.
Vom Bauteil zum System
Der Kurs war als aufbauendes Praxisprojekt angelegt. Die Teilnehmenden brachten erste Erfahrungen im Bereich CAD und 3D-Druck mit und nutzten diese, um in Teams unterschiedliche Baugruppen des Boots weiterzuentwickeln. Dabei ging es nicht nur um das einzelne Bauteil, sondern um das Zusammenspiel aller Komponenten.
Im Projekt wurden Konstruktion, Montage und technische Erprobung direkt miteinander verbunden. So konnten digitale Planungen unmittelbar in reale Bauteile und funktionierende Modelle überführt werden.
- Konstruktion einzelner Baugruppen in CAD

- Abstimmung von Schnittstellen und Maßen
- Vorbereitung der Modelle für den 3D-Druck
- Montage von Antrieb, Schutzkäfig und Steuerung
- Testen, Anpassen und Verbessern
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war die Iteration: Erste Drucke und Montageschritte führten zu neuen Erkenntnissen, kleinere Probleme wurden gemeinsam analysiert und Lösungen direkt umgesetzt. Dadurch wurde der technische Entwicklungsprozess für die Teilnehmenden besonders anschaulich.
Der Kurs verband technische Vertiefung mit kooperativem Lernen. Besonders wichtig war dabei der Peer-to-Peer-Ansatz: Ein jugendlicher CAD-erfahrener Teacher unterstützte die Gruppe als Ansprechpartner auf Augenhöhe. Ergänzt wurde dies durch die fachliche Begleitung erfahrener Dozenten aus Konstruktion und Maker-Praxis.
Am Ende entstanden mehrere individuell gestaltete, fahrfähige Sumpfboote. Die Teilnehmenden erlebten dabei den gesamten Weg von der digitalen Planung über die Fertigung bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme. Der gemeinsame Test auf dem Wasser bildete den sichtbaren Abschluss des Projekts.
Die fertigen Modelle zeigen, wie aus gemeinsamen technischen Grundlagen individuelle und funktionierende Lösungen entstehen können.
Das Projekt zeigt, wie digitale Konstruktion, additive Fertigung und praktische Anwendung sinnvoll zusammenwirken. Die Teilnehmenden konnten Technik nicht nur verstehen, sondern aktiv gestalten – vom ersten CAD-Modell bis zum fahrfähigen Sumpfboot.

So wurde gearbeitet